Du hast diesen Sommer neue E-Ladestationen in Betrieb genommen – woher weißt du, was Google Maps Fahrer:innen tatsächlich anzeigt?
Damit Google Maps Ladestationen anzeigen kann, greift es auf zwei separate Datenquellen zurück. Die meisten CPOs wissen nicht, welche was steuert – und das falsche Setup verzögert die Erstellung neuer Stationen um Wochen.

Kernaussagen
- Beanspruche und verifiziere dein Google Business Profile (GBP) für jede Station, bevor sie live geht – denn das GBP ist inzwischen die maßgebliche Quelle für Name, Adresse, Koordinaten und Öffnungszeiten auf Google Maps
- Achte darauf, dass du aus mehreren Quellen konsistente Daten an Google sendest – ist das nicht der Fall, bündle deine Feeds über Eco-Movement
- Behandle Bewertungen und Fotos als Ranking-Signale – Googles EV-Routing im Auto und KI-generierte Wegbeschreibungen spielen Stationen auf Basis nutzergenerierter Inhalte aus, die dein Team beeinflussen kann
„Niemand will noch eine Plattform oder noch einen Datenfluss verwalten. Für mich liegt die Chance vor allem darin, das zu verbinden, was bereits da ist. Wenn wir mit Aggregatoren und/oder CPMS-Partnern die Daten nutzen, die CPOs bereits haben, sie anreichern und sicherstellen, dass sie dort ankommen, wo Fahrer:innen tatsächlich suchen, können wir die Sichtbarkeit verbessern, ohne zusätzliche Komplexität zu schaffen.“
Du bist CPO mit Hunderten von Ladestationen in Mitteleuropa. Dein Ops-Team hat diesen Sommer 50 neue Stationen in Betrieb genommen. Die Hardware ist installiert, die OCPI-Verbindung steht, und die ersten Fahrer:innen laden bereits.
Doch 6 Wochen später ist die Hälfte dieser Stationen immer noch nicht auf Google Maps zu sehen. Fahrer:innen, die nach „Ladestation in der Nähe“ suchen, fahren an deinen Stationen vorbei, weil Google noch nicht weiß, dass es sie gibt.
Und die Stationen, die auf Google Maps erscheinen, haben ebenfalls Probleme. Standort-Pins sitzen an der falschen Stelle, die Daten sind plattformübergreifend inkonsistent, und niemand im Team weiß, was Google den Fahrer:innen tatsächlich anzeigt. Andere Profilelemente ändern sich ohne deine Freigabe.
Das ist einer der Gründe, warum so viele Fahrer:innen und CPOs bei Ladestationen Google Maps links liegen ließen und auf alternative EV-Apps gesetzt haben. Doch Google lässt sich kaum noch ignorieren, seit seine Technologie in die Fahrzeugnavigation integriert ist – in Modellen von Volvo, Polestar und Ford – und KI-generierte Wegbeschreibungen auf Bewertungsinhalte zurückgreifen, um Fahrer:innen zu Ladepunkten zu führen.
Wir zeigen dir, wie du erreichst, dass Google Maps E-Auto-Ladestationen mit den richtigen Daten, in den richtigen Feldern und gesteuert von der richtigen Quelle anzeigt – ohne Duplikate zu erzeugen oder die Kontrolle darüber zu verlieren, was Google den Fahrer:innen zeigt.
Welche Datenquelle steuert welche Felder deines Google-Maps-Eintrags?
Wenn du fehlerhafte Einträge von Ladepunkten korrigierst, die dein Team kontrolliert, maximierst du Sichtbarkeit und Reputation deiner Ladepunkte – was sich entscheidend auf die Auslastung auswirkt – und auf den Umsatz.
Eines der häufigsten Probleme, die wir bei CPOs sehen, bevor sie mit uns zusammenarbeiten: Ihre Standort-Pins sind über die Karte verstreut, die Stationsdaten sind plattformübergreifend inkonsistent, Einträge sind nicht beansprucht oder automatisch generiert – und niemand im Team weiß genau, welche Daten zu den eigenen Ladesäulen Google Maps den Fahrer:innen in Echtzeit anzeigt.
Die Lösung: den Datenfluss so korrigieren, dass Stationsinformationen Google von Anfang an korrekt und effizient erreichen.
Jede andere Art von Unternehmen auf Google Maps läuft über eine einzige Datenquelle: dein Google Business Profile (GBP). Du beanspruchst es, verifizierst es, trägst Öffnungszeiten und Fotos ein – und was du festlegst, zeigt Google an.
Bei einer Google-Maps-Ladestation sind es dagegen zwei Datenquellen.
Die erste ist dein GBP, dasselbe Profil, das jedes Unternehmen nutzt. Das GBP ist inzwischen die maßgebliche Quelle für deine zentralen Unternehmensfelder auf Google Maps:
- Unternehmensname
- Adresse und GPS-Koordinaten
- Öffnungszeiten
- Telefonnummer
- Website-URL
Wir haben mit einem europäischen CPO zusammengearbeitet, der rund 600 Ladestationen betreibt. Die meisten seiner Stationen hatten automatisch generierte Einträge auf Google, die niemand im Team kontrollierte – die Daten stammten aus Aggregator-Feeds und Nutzeränderungen, nicht aus verifizierten Profilen. Nach der Umstellung auf automatisierte Beanspruchung und zentrales Datenmanagement über eine einzige API stiegen die mobilen Google-Maps-Impressionen um 116 %, die Website-Klicks um 54 % und die Navigationsanfragen um 8 %.
Durch das Beanspruchen dieser Einträge erhielt das Team außerdem zum ersten Mal Kontrolle über die Bewertungen der Ladepunkte: Sobald jede Station ihr eigenes beanspruchtes Profil hatte, wurden Bewertungen dem richtigen Ladepunkt zugeordnet, und das Team konnte tatsächlich darauf antworten – und Kund:innen konnten ihnen tatsächlich vertrauen.
Die zweite Datenquelle ist dein ladepunktspezifischer Feed, der über das OCPI-Protokoll (Open Charge Point Interface) an Google gesendet wird – den Branchenstandard für den Austausch von Ladedaten. Auf diesem Weg gelangen folgende ladepunktspezifische Daten zu Google Maps:
- Steckertypen (CCS, CHAdeMO, Typ 2)
- Ladeleistung pro Anschluss
- Echtzeit-Verfügbarkeit der Ladepunkte
- Zahlungsmethoden
- Preise
Die meisten CPOs senden diese Daten nicht selbst an Google. Sie senden sie per OCPI an einen Datenaggregator wie Eco-Movement, und Eco-Movement leitet sie an Google weiter (sowie an Apple Maps, Waze, Fahrzeugnavigationssysteme und Dutzende EV-Apps). Dynamische Daten wie die Verfügbarkeit von Ladepunkten erreichen Google auf diesem Weg nahezu in Echtzeit.
Doch gelegentlich senden zwei Quellen widersprüchliche Informationen über dieselbe Station.
Wir haben einen CPO mit Hunderten von Stationen erlebt, der Daten gleichzeitig über GELFS und über Eco-Movement an Google übermittelte. Google erhielt dieselben Stationen aus zwei Quellen – mit leicht unterschiedlichen Steckerbezeichnungen und gerundeten Leistungsangaben. Die Folge: Bestehende Stationen wechselten ständig zwischen diesen beiden Werten hin und her – und gleichzeitig dauerte es über einen Monat, bis neue Stationen auf Google Maps erschienen.
Unsere Empfehlung bei parallelen Feeds: Entscheide dich für einen und leite ihn über deinen Aggregator. Dein Aggregator ist bereits als Upstream-Quelle für Googles EV-Layer akzeptiert, und derselbe OCPI-Feed erreicht Apple Maps, die Fahrzeugnavigation und das EV-App-Ökosystem. Eine direkte OCPI-Verbindung zu Google fügt einen zweiten Vertrag hinzu, ohne den ersten zu ersetzen.
Googles EV-Routing im Auto wählt Stationen anders aus als Google Maps auf dem Smartphone
Die Google-Version, die nativ in Fahrzeugen von Volvo, Polestar, Ford und anderen läuft – Android Automotive OS –, verfügt über ein eigenes EV-Routing, das den Akkustand berücksichtigt und Ladestopps entlang der Route vorschlägt.
Die meisten CPOs, mit denen wir sprechen, gehen davon aus, dass dieses System auf dieselbe Datenbank zugreift, aus der auch Google Maps Ladesäulen auf dem Smartphone anzeigt. Doch das Erlebnis im Auto ist ein anderes:
- Das System im Auto schlägt Stationen auf Basis von Akkustand und Route vor, nicht nur nach Nähe – eine gut erreichbare Station 200 Meter abseits der Autobahn kann also vor einer näheren, aber schwerer erreichbaren Station landen.
- Es zeigt Sternebewertungen, Fotos und Inhalte aus Rezensionen an, um Fahrer:innen die Wahl zwischen den Optionen zu erleichtern.
- Google nutzt inzwischen KI-generierte Zusammenfassungen von Bewertungen, um zu beschreiben, wo sich Ladepunkte an komplexen Standorten wie Parkhäusern befinden – „Fahre in die Tiefgarage und folge den Schildern Richtung Ausfahrt. Biege kurz vor der Ausfahrt rechts ab.“
All diese nutzergenerierten Inhalte – Bewertungen, Fotos und die Details in diesen Bewertungen – sind Inhalte, die dein Team aktiv beeinflussen und optimieren kann.
Dein Aggregator sendet bereits Daten an Google – was bringt eine direkte OCPI-Vereinbarung?
Google ist inzwischen dazu übergegangen, CPOs direkt anzusprechen und eine direkte OCPI-Verbindung vorzuschlagen – Stationsdaten fließen dabei direkt aus dem Backend zu Google, an Aggregatoren vorbei. Bei den meisten CPOs gelangen die Ladepunktdaten jedoch bereits über ihren Aggregator zu Google. Die Frage ist, ob eine zusätzliche direkte Verbindung die Dinge vereinfacht – oder nur einen zweiten Datenfluss schafft, den man verwalten muss.
Raphael Polt, unser Partnerships & Ecosystem Lead bei Uberall, arbeitet mit CPOs und Partnern im gesamten EV-Umfeld zusammen und erklärt:
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Was bringt dir diese OCPI-Verbindung auf Google Maps, das dein bestehender Aggregator nicht schon liefert? Wenn deine Daten Google bereits über deinen Aggregator erreichen, lizenziert die direkte Verbindung Daten neu, die ohnehin schon aktiv sind.
Wir bitten CPOs, vor der Unterzeichnung drei Punkte zu prüfen:
- Automatisch erstellte Einträge vs. eigene Profile. Googles direkter Feed kann automatisch Ortseinträge erstellen, die neben den verifizierten GBP-Einträgen stehen, die du verwaltest. Existieren beide für dieselbe Station, können sich Bewertungen auf beide verteilen – und den automatisch erstellten Eintrag kontrollierst du nicht.
- Ein zweiter Datenfeed ohne klare Priorität. Wenn dein direkter Feed und dein Aggregator leicht unterschiedliche Daten für dieselbe Station senden, entscheidet sich Google für einen davon – und du erfährst erst, welchen, wenn Fahrer:innen falsche Informationen melden.
- Reichweite. Dein Aggregator-Feed erreicht bereits Apple Maps, Waze, die Fahrzeugnavigation und das EV-App-Ökosystem. Eine direkte Vereinbarung mit Google deckt Google ab. Sie ersetzt deinen Aggregator nicht – sie ergänzt ihn um einen weiteren Vertrag.
Mach deine Ladestationen auffindbar – nicht nur betriebsbereit
Der Betrieb des Ladenetzes ist nur ein Teil der Customer Journey – Fahrer:innen müssen diese Standorte überall dort finden und ihnen vertrauen können, wo sie suchen.
Wir arbeiten mit Kund:innen, die entweder nicht beanspruchte Dummy-Einträge aus einer chaotischen Expansion haben – oder bei denen Google Maps die Stationen gar nicht oder mit falschen Informationen anzeigt.
Durch die Kombination einer zentralen Listings-Plattform mit ihrem bestehenden Datenaggregator und CPMS-Anbieter können CPOs ihre operativen Ladedaten zuverlässig halten. Und gleichzeitig sicherstellen, dass diese Daten angereichert, verteilt und skaliert einheitlich dargestellt werden – auf Google, Apple Maps, Navigationsplattformen und in der aufkommenden KI-Suche.
Nachdem wir ihnen geholfen haben, jeden Eintrag zu beanspruchen, damit er ihnen überhaupt gehört, sorgen wir dafür, dass die CPOs, mit denen wir arbeiten, Daten nur noch aus einer Quelle senden, nicht aus zwei. Wir bringen die GBP- und Ladepunkt-Datenebenen in Ordnung und in Einklang, damit nicht nur Google Maps Ladestationen anzeigen kann, sondern auch Apple Maps und die Fahrzeugnavigation – mit den richtigen Daten und ohne Duplikate.



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